WANTED – die 10 größten Zeiträuber am POS!

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Wie viel Zeit verbringen Ihre Mitarbeiter am POS mit Kundenkontakt? Wenn Sie über 40% liegen, gehören Sie zu den Besseren, häufig sind es unter 30%. Unabhängig vom Vertriebsformat gilt: Wer Umsatz machen will, muss den Faktor Zeit optimieren. Unsere Erfahrungen aus der Praxis haben uns eines gelehrt: nur wer seinen Anspruch an den Kundenservice genau definiert hat, kann seine Prozesse entsprechend darauf ausrichten. Hier sind die immer wiederkehrenden Zeiträuber, die Sie in Ihren Filialprozessen konsequent eliminieren sollten:

1. Unpassende Warensteuerung
Bestände, die nicht auf die Fläche abgestimmt sind.
Richtige Warenallokation führt dazu, dass die Mitarbeiter rasch und unkompliziert ein attraktives Warenbild herstellen können.

2. Überflüssige Wareneingangskontrolle
Unproduktive Stunden, die mit der Kontrolle von Warenanlieferungen verbracht werden.
Eine teilautomatisierte Warenvereinnahmung macht diesen Aufwand überflüssig.

3. Hohe Anzahl an Umlagerungen
Bestände, die von einer Filiale in die andere verschoben werden.
Der lokale Abverkauf von Überbeständen ist in aller Regel die günstigere Variante.

4. Komplexe Visual Merchandising-Guidelines
Viel Aufwand, um die Standards umzusetzen, was doch oft nur suboptimal gelingt.
Flexible VM-Guidelines berücksichtigen die unterschiedlichen Realitäten am POS.

5. Fehlende Werbeware
Unproduktive Zeit für Abstimmungen mit der Zentrale mangels Ware und POS-Material.
Der Komplexität von Werbung kann mit robusten Prozessen begegnet werden, die auch Risiken einkalkulieren.

6. Starre Personalplanung
Bei wenig Frequenz sind zu viele Mitarbeiter verfügbar und umgekehrt.
Frequenzorientierung in der Planung stellt die Ressourcen zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung.

7. Unflexible Beratung
Es herrscht hohe Kundenfrequenz und die Kunden müssen auf Bedienung warten.
Durch geschickte Mehrfachberatung können mehrere Kunden gleichzeitig bedient werden.

8. Zögerliche Rabattierung
Dieselbe Ware wird mehrfach im Preis heruntergezeichnet.
Die erste Abschrift zum richtigen Zeitpunkt ist immer die wirkungsvollste.

9. Unverständliche Berichte
Zu viele KPIs kosten viel Aufmerksamkeit und schaffen wenig Lust für effektive Maßnahmen.
Einfache Steuerungsmodelle fokussieren die Mitarbeiter auf das Wesentliche.

10. Unkoordinierte Kommunikation
Zu viele E-Mails aus der Zentrale halten die Mitarbeiter von der Arbeit ab.
Erst denken, dann mailen – so kommt die notwendige Information an den richtigen Mitarbeiter und spart Zeit.

Unser Tipp: Analysieren Sie Ihre Vertriebsprozesse konsequent aus der Sicht des POS. Was genau machen die Mitarbeiter im Laufe eines Tages? Womit sind sie beschäftigt? Wie effizient können die zentralen Anforderungen umgesetzt werden? Wie nützlich sind die verfügbaren Hilfsmittel und vor allem: Wie viel Zeit bleibt für den Kundenkontakt?

Sie werden feststellen, dass ein großer Teil der Ineffizienzen durch unklare Vorgaben der Zentrale und unpassende Instrumente verursacht wird. Mehr Produktivität setzt ein durchgängiges Konzept voraus, das von der Planung bis zum Check-out konsistent umgesetzt wird.

Es lohnt sich, diesen Weg zu gehen: Produktivitätssteigerungen von 10% sind nicht unrealistisch. POS-orientierte Prozesse schaffen die erforderliche Zeit und Qualität im Kundenservice. Und die sind bei sinkenden Frequenzen die entscheidenden Hebel für ein erfolgreiches stationäres Geschäft.

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Kategorien: Vertrieb

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