Take five – TReE-Tipps für Ihr Change-Management

Die Unternehmensentwickler von TReE haben sich das Ziel gesteckt, fünf ganz einfache Maßnahmen zu defi nieren, die praxiserprobt und erfolgreich sind. Nein,damit ist nicht das komplette Change-Management abgedeckt, aber wenn diese fünf Dinge konsequent umgesetzt werden, tun Sie schon mehr als die meisten und erhöhen ganz erheblich die Erfolgswahrscheinlichkeit – und es kostet so gut wie keine Zeit!

1. Nennen Sie es nicht „Projekt“, und schon gar nicht „Change“.
Die erste Aufgabe ist eigentlich ziemlich leicht. Sie müssen nämlich nichts tun. Die Veränderung ist eine Managementaufgabe, alle Führungskräfte müssen an Bord sein und es als ihre Führungsaufgabe verstehen. Daher ist es nicht hilfreich, es „Projekt“ zu nennen. Es gibt so viele Projekte, und eine viel zu große Zahl verläuft im Sande. Außerdem impliziert dies, dass es ein Projektteam gibt, das die Aufgabe übernimmt, und man selbst wird erst involviert, wenn Ergebnisse vorliegen. Genau das soll vermieden werden. Sponsorship und Verantwortung für die Veränderung liegen bei allen beteiligten Führungskräften. Aus dem gleichen Grunde nennen Sie es nicht „Change“. Auch hier werden viel zu häufi g falsche Assoziationen geweckt. „Das ist doch ein PE-Thema, die sollen da mal ein Programm aufsetzen.“ Nein, es geht um die Weiterentwicklung des Unternehmens, und das ist eine Managementaufgabe.

2. Formulieren Sie das Ziel der Veränderung in einem einfachen Satz, ohne Komma.
Das Ziel muss der gesamten Organisation klar sein, und muss daher auf das absolut Wesentliche komprimiert werden. Immer wieder wird an der Vision gearbeitet und genau abgegrenzt, damit es auch messbar wird. Für die Visionsarbeit ist das richtig, für die Kommunikation der Veränderung zu komplex. Was sich hinter dem großen Ziel versteckt, ist für jeden in der Organisation anders. Für die einen sind es große Chancen, aber für viele sind es auch Sorgen – und da hilft keine noch so gut abgegrenzte Formulierung. Ein Satz: Wo will das
Unternehmen hin?

3. Kommunizieren Sie dieses eine Ziel mindestens einmal die Woche an Ihre direkten Mitarbeiter.
„Es ist doch alles gesagt,“ denken wir und gehen wieder ans Tagesgeschäft. Jedoch haben wir uns schon lange mit der Notwendigkeit der Veränderung beschäftigt und glauben, diese Erkenntnis ist bei allen klar. Eine Studie an der Harvard Business School zum Thema Projekterfolg belegt, dass Manager, die absichtlich wiederholen, mit ihren Projekten schneller und problemloser vorankommen. Achten Sie darauf, immer und immer wieder genau das Gleiche zu sagen. Es wird Ihnen deutlich zu viel vorkommen, es schon wieder zu wiederholen. Es gibt sogar immer wieder Bestrebungen, das Gleiche neu zu verpacken, damit es neu aussieht. Tun Sie das Gegenteil, wiederholen Sie genau das Gleiche, zehnmal häufi ger als Sie es für notwendig empfinden.

4. Erstellen Sie einen Masterplan auf einer Seite.
Das Projekt ist gar kein Projekt, sondern ein Programm von mehreren Projekten und muss permanent vernetzt werden? Ach ja, das neue ERP-System wird parallel eingeführt und auch hier bestehen Abhängigkeiten? Es gibt wahrscheinlich ein Projektbüro und der Projektnetzplan umfasst 30 Detailseiten und ein Ampelsystem. Alles gut und wichtig. Aber Sie brauchen einen Masterplan auf einer Seite: „Das ist der grundsätzliche Weg, und der wird auch nicht verändert.“ In den Einzelplänen werden sich viele Dinge im Laufe der Zeit verändern, anpassen,
verzögern, wegfallen usw. Aber der Masterplan verändert sich nicht. Im Masterplan steht, wann sich was verändert, und auch, was sich nicht verändert. Er ist der Kompass für die Veränderung und gibt der Organisation Orientierung und Sicherheit.

5. Schaffen Sie nach spätestens 12 Wochen eine und dann regelmäßig weitere deutlich sichtbare Veränderungen.
Schaffen Sie Momentum in der gesamten Organisation. Mobilisieren Sie Ihre Mitarbeiter, die ersten Schritte zu tun. Viel zu häufi g wird intensiv analysiert (jede Analyse macht bei Einzelbetrachtung natürlich Sinn), es wird unendlich lang an Konzepten und Zielen, KPI’s und Voraussetzungen gearbeitet. Dynamik bekommt man aber erst durchs Tun. Natürlich gehen Sie nur einen wohlbedachten Schritt und überstürzen nichts. Aber dieser Schritt zeigt auf, dass das Unternehmen es ernst meint, dass man den Weg gehen wird und sich den Herausforderungen der Umsetzung stellt.

Die meisten Projekte scheitern nicht an den Konzepten, sondern an der Umsetzung. Mit den oben aufgezeigten fünf Maßnahmen demonstrieren Sie Orientierung, Konsequenz und Dynamik. Den Rest können Sie getrost Ihren Mitarbeitern überlassen. Die machen das schon.

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Kategorien: Intrapreneurship, Veränderungs-Mngnt

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